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VPS oder Webhosting: Was soll ich wählen? (Unterschiede und Entscheidungshilfe)

· 5 Min. Lesezeit

Ob Sie ein neues Projekt starten oder Ihr Hosting-Paket langsam zu klein wird: Irgendwann stellt sich die Frage, ob Webhosting oder ein VPS die bessere Wahl ist. Beides bringt Ihre Website ins Internet. Der Unterschied liegt darin, wie Ihnen Serverressourcen zugeteilt werden, wer den Server betreibt und was Sie darauf installieren dürfen. In diesem Ratgeber vergleichen wir beide Optionen nach denselben Kriterien und helfen Ihnen, mit vier Fragen die passende für Ihr Projekt zu finden.

Was sind Webhosting und ein VPS?

  1. Webhosting (verwaltetes Hosting): Ihre Website läuft als Konto auf einem Server, den der Anbieter verwaltet. Betriebssystem, Webserver, Sicherheitsupdates und Backups sind Sache des Anbieters; Sie verwalten Website, Datenbank, E-Mail und SSL über ein Control Panel wie Plesk. Root-Zugang zum Server erhalten Sie nicht.
  2. VPS (virtueller privater Server): Ein physischer Server wird per Virtualisierung aufgeteilt, und Sie erhalten ein eigenes Betriebssystem mit zugewiesener CPU (vCores), Arbeitsspeicher (RAM) und Festplatte. Mit Root-Zugang installieren Sie jede gewünschte Software; Einrichtung, Sicherheit und Wartung liegen dafür aber auch bei Ihnen.
  3. Zwischenlösungen: Hosting-Pakete, die Ressourcen pro Konto isolieren, mindern den Effekt "lauter Nachbarn", geben Ihnen aber kein Root. Ein VPS mit vorinstalliertem Control Panel gibt Ihnen Root, nimmt Ihnen die Wartung des Betriebssystems aber nicht ab.

Kurz gesagt: Webhosting ist wie eine möblierte Wohnung, um deren Instandhaltung sich jemand anderes kümmert, ein VPS wie ein leeres Haus mit Schlüsselübergabe. Das eine erspart Ihnen Arbeit, das andere können Sie ganz nach Ihren Vorstellungen einrichten.

Vergleich: Ressourcen, Verwaltung und Einsatzzweck

Option Ressourcen Root und Softwarefreiheit Wartung und Sicherheit Für wen?
Klassisches Shared Hosting Mit anderen Websites auf dem Server geteilt; ein ausgelasteter Nachbar kann Sie bremsen Keine; nur die PHP-Versionen und Werkzeuge des Panels Anbieter Kleine Websites mit wenig Traffic
Hosting mit isolierten Ressourcen CPU-, Arbeitsspeicher- und Festplattengrenzen pro Konto reserviert Keine; SSH und Git nur in manchen Paketen Anbieter Firmenwebsites, WordPress, Onlineshops
Unverwalteter VPS Garantierte vCores, RAM und Festplatte Volles Root; jede Software installierbar Komplett bei Ihnen Teams mit Erfahrung in der Serveradministration
zuwinasa cloud Beim Webhosting per cgroups isolierte Ressourcen, beim Cloud VPS garantierte vCores und RAM Plesk beim Hosting, SSH beim Developer Hosting, volles Root beim Cloud VPS Beim Hosting bei uns; beim VPS bei Ihnen, Plesk-Lizenz und Einrichtungshilfe optional Für alle, die fertige Verwaltung oder Root wollen

Was passt zu Ihnen? Entscheidung in 4 Fragen

1. Was läuft in Ihrem Projekt?

Websites, WordPress, WooCommerce, geschäftliche E-Mail und die meisten Anwendungen in PHP oder Node.js laufen problemlos auf Webhosting. Brauchen Sie Docker-Container, eine eigene Datenbank-Engine, ein VPN, einen Gameserver, einen dauerhaft laufenden Dienst wie n8n oder Einstellungen auf Betriebssystemebene, benötigen Sie Root, und ein VPS ist die richtige Wahl.

2. Wie stark nutzen Sie Ihre Ressourcen?

Verlangsamungen entstehen meist durch CPU- oder Festplatten-I/O-Grenzen. Sehen Sie sich die Ressourcengrafiken in Ihrem Panel an: Stoßen Sie nur an Aktionstagen an die Grenzen oder jeden Tag? Bei gelegentlichen Spitzen reichen Caching und Bildoptimierung oft aus. Stoßen Sie ständig an die Grenzen, kommen ein stärkeres Hosting-Paket oder ein VPS mit garantierten Ressourcen in Frage.

3. Wer wartet den Server?

Auf einem VPS kosten Updates, Firewall, SSL-Verlängerungen, Überwachung und Backups regelmäßig Zeit. Was nötig ist, um einen leeren Server produktionsreif zu machen, beschreiben wir in unserem Ratgeber VPS ohne Linux-Kenntnisse verwalten. Hat in Ihrem Team niemand Zeit dafür, ist verwaltetes Hosting die sicherere Wahl.

4. Was ändert sich im nächsten Jahr?

Entscheiden Sie nach dem heutigen Bedarf, kennen Sie aber den Weg nach oben von Anfang an. Fragen Sie Ihren Anbieter, ob der Wechsel vom Hosting auf einen VPS oder von einem kleinen auf einen größeren VPS ohne Datenverlust möglich ist. So zahlen Sie heute nicht für Ressourcen, die Sie vielleicht irgendwann brauchen.

Hinweis: "Ein VPS ist schneller" stimmt nicht immer. Ein kleiner VPS mit 1 vCore ohne Caching kann langsamer sein als ein gut eingerichtetes Hosting-Konto mit NVMe-Speicher und Seitencache. Der eigentliche Vorteil eines VPS sind garantierte Ressourcen und Softwarefreiheit, nicht die Geschwindigkeit an sich.

Ohne Ausfall umziehen

In welche Richtung Sie auch wechseln, für einen Umzug ohne Ausfallzeit gilt dieselbe Reihenfolge:

  1. Senken Sie die TTL der DNS-Einträge Ihrer Domain einen Tag vorher auf 300 Sekunden.
  2. Kopieren Sie Dateien, Datenbanken und E-Mails in die neue Umgebung und testen Sie die Website über eine temporäre Adresse oder Ihre hosts-Datei.
  3. Wenn alles funktioniert, stellen Sie die DNS-Einträge auf den neuen Server um und lassen die alte Umgebung noch einige Tage laufen.

Die einzelnen Schritte und typische Stolperfallen finden Sie in unserem Ratgeber zum Website-Umzug.

Welche Optionen bietet zuwinasa cloud?

Wenn Sie sich nicht um die Serverwartung kümmern möchten, erhalten Sie unsere Webhosting-Pakete einsatzbereit mit Plesk Obsidian, AMD EPYC™-Prozessoren und NVMe-Speicher. Die Ressourcen jedes Kontos sind per cgroups isoliert, tägliche Backups und Imunify360-Sicherheit übernehmen wir, und Ihre bestehende Website ziehen wir kostenlos um. Brauchen Sie Terminal, Git und Node.js, bieten unsere Developer-Hosting-Pakete SSH-Zugang ohne Root.

Für Projekte mit Root-Bedarf gibt es unsere Cloud-VPS-Pakete in fünf Größen, von 1 vCore und 2 GB RAM bis 12 vCores und 24 GB RAM. Garantierte Ressourcen, NVMe-Speicher, unbegrenzter Traffic, KVM-Konsole und Snapshots sind Standard, und Ihren Server betreiben Sie wahlweise in Frankfurt, Wien, Amsterdam oder Madrid. Stößt Ihre Website an die Grenzen des Hostings, weist das System Sie darauf hin, und Sie wechseln mit allen Daten auf einen Cloud VPS.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein VPS schneller als Webhosting?

Nicht immer. Weil CPU und Arbeitsspeicher für Sie reserviert sind, ist die Leistung eines VPS zu Spitzenzeiten besser planbar. Ein kleiner VPS ohne Caching kann aber langsamer sein als ein gut eingerichtetes Hosting-Konto mit NVMe-Speicher und Seitencache. Die Konfiguration zählt so viel wie die Menge der Ressourcen.

Brauche ich für meine WordPress-Seite einen VPS?

Für die meisten WordPress- und WooCommerce-Seiten nicht. Ein WordPress-Hosting mit Caching, abgestimmten PHP-Einstellungen und Updates durch den Anbieter reicht aus. Ein VPS lohnt sich bei sehr hohem, dauerhaftem Traffic, spezieller Serversoftware oder weiteren Diensten auf demselben Server.

Kann ich mehrere Websites auf einem VPS betreiben?

Ja. Auf einem VPS können Sie beliebig viele Websites betreiben, Webserver, Datenbank und SSL richten Sie aber für jede selbst ein. Ein Control Panel wie Plesk oder FastPanel erleichtert das. Wer mehrere Websites ohne Wartungsaufwand hosten möchte, findet in einem Hosting-Paket mit unbegrenzten Websites eine Alternative.

Ist meine Website beim Wechsel vom Webhosting auf einen VPS offline?

Nicht, wenn Sie den Umzug planen. Senken Sie zuerst die TTL Ihrer DNS-Einträge, kopieren Sie Dateien, Datenbanken und E-Mails auf den neuen Server, testen Sie die Website und stellen Sie DNS zuletzt um. Bei zuwinasa cloud lässt sich eine Website, die an die Grenzen des Hostings stößt, mit allen Daten auf einen Cloud VPS umziehen.

Bereit, Ihr Projekt live zu bringen?

Mit Plesk Obsidian, AMD-EPYC-Prozessoren und kostenloser Migration in wenigen Minuten online.